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Montag, 10.05.2021

Mitteilung

Deutscher Bundestag|30.04.2021

PRESSEMITTEILUNG

EU-Kommissar fordert Eiltempo beim Impfen

Berlin·EU-Kommissar Thierry Breton hat die europäische Impfkampagne als historische Herausforderung bezeichnet. Der Impfstoff-Beauftragte der EU-Kommission sagte am Donnerstagnachmittag in einer Sondersitzung des Gesundheitsausschusses des Bundestages, nachdem der wissenschaftliche Wettlauf durch die Entwicklung neuer Impfstoffe gegen das Coronavirus gewonnen sei, gehe es jetzt darum, im Eiltempo zu impfen.

Europa komme gut voran mit der Impfkampagne. So würden die Impfstoff-Kapazitäten seit Januar jeden Monat verdoppelt. Im April seien es bereits 80 Millionen Dosen und im Mai voraussichtlich 120 Millionen Dosen. Breton würdigte die Impfstrategie als europäischen Erfolg und versicherte, kein Land in Europa hätte das allein meistern können. Darauf könne Europa stolz sein.

Dank der Produktionssteigerungen in der EU stünden im zweiten Quartal nunmehr rund 410 Millionen Dosen zur Verfügung. Die Unternehmen produzierten aber nicht nur für Europa, sondern für die ganze Welt. Breton sagte, es sei im gemeinsamen Interesse Europas, zu vermeiden, dass sich in anderen Gegenden der Erde Varianten des Virus entwickelten.

Der EU-Kommissar für Binnenmarkt und Dienstleistungen äußerte sich zuversichtlich, dass bis Mitte Juli ausreichend viele Dosen produziert werden könnten, um 70 Prozent der Erwachsenen in Europa komplett zu impfen. Bis Ende des Jahres werde in Europa eine jährliche Produktionskapazität von mehr als drei Milliarden Impfdosen erreicht. Dies sei unerlässlich im globalen Kampf gegen das Virus. Es gehe jetzt auch darum, ein Netzwerk an Produktionsstätten aufzubauen, um auf mögliche Virus-Varianten oder neue Pandemien vorbereitet zu sein, sagte Breton.

Der EU-Kommissar ging auch auf den geplanten europäischen Impfnachweis ein, der möglichst schon zur Sommerreisesaison vorliegen solle. Das Dokument soll als allgemein gültiger Nachweis für Impfungen gegen Covid-19, Immunitäten oder negative Coronatests gelten. Derzeit wird an der technischen Umsetzung gearbeitet. Breton versicherte, es würden keine persönlichen Daten ausgetauscht, sondern nur Gültigkeitsschlüssel. Das Ziel sei, Mitte Juni bereit zu sein, um auch Reisen wieder möglich zu machen.

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