Die ePA ist da. Aber die Wenigsten nutzen sie.

Warum die elektronische Patientenakte an der Kommunikation scheitert - und was sich ändern muss

Von Jochen Razum / Ein Gastkommentar zur elektronischen Patientenakte

31.07.2025·Die elektronische Patientenakte (ePA) ist da. Theoretisch. Praktisch nutzen sie laut Krankenkassen aktuell weniger als drei Prozent der potenziell 70 Millionen Versicherten. Ein ernüchternder Wert. Nicht etwa, weil die Technik fehlt, sondern weil die Kommunikation versagt. Technologie ohne adressatengerechte Kommunikation ist wie ein Hightech-Zug ohne Fahrplan. Er steht bereit, aber niemand steigt ein.

In der aktuellen Debatte um die schleppende Einführung der ePA liegt der Fokus meist auf IT-Sicherheit, Datenschutz und technischen Standards. Alles wichtig. Doch eine zentrale Frage wird erstaunlich selten gestellt: Wissen die Menschen eigentlich, was die ePA ist? Und wenn ja: Wissen sie, was sie davon haben? Vom Verwaltungsakt zur Vertrauensfrage...

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