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Montag, 23.01.2017

Themen der GKV

Pflegeversicherung

Die Versicherungspflicht zur Pflegeversicherung ist an die Krankenversicherung gekoppelt. Dabei ist es unerheblich, ob Sie Pflicht- oder freiwilliges Mitglied Ihrer Krankenkasse sind. Die Pflegeversicherung wird von Ihrer Krankenkasse über eine eigene "Pflegekasse" durchgeführt. Wer sich (und seine Angehörigen) jedoch anderweitig im gleichwertigen Umfang gegen Pflegebedürftigkeit versichert, kann sich auf Antrag von der Versicherungspflicht zur Pflegeversicherung befreien lassen.

Die Beiträge zur Pflegeversicherung werden von allen Pflegekassen pauschal mit einem Beitragssatz von 2,55 Prozent (2017) des Bruttoentgeltes berechnet und von Arbeitgeber und Arbeitnehmer je zur Hälfte getragen. Eine Ausnahme davon besteht für das Bundesland Sachsen. Da hier der Buß- und Bettag nicht der Finanzierung der Pflegeversicherung zum Opfer gefallen ist, teilt sich der Beitragssatz von 2,55 Prozent nicht hälftig zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer auf. Die Arbeitgeber tragen hier 0,775 Prozent und die Arbeitnehmer 1,775 Prozent.

Wer privat krankenversichert ist, muss eine private Pflegeversicherung abschliessen.

Zusatzbeitrag für Kinderlose
Schon seit 01.01.2005 zahlen Kinderlose einen Zusatzbeitrag zur Pflegeversicherung in Höhe von 0,25 Prozentpunkten. Der Beitragszuschlag ist alleine vom Mitglied zu zahlen, gilt jedoch nicht für Rentner, die vor dem 01.01.1940 geboren wurden, sowie Kinder und Jugendliche bis zum 23. Lebensjahr. Details und Hintergründe dazu finden Sie in unserem Newsarchiv.

 

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