Spitzenverband Bund der Krankenkassen|23.03.2026

PRESSEMITTEILUNG

Vergütung von Apotheken steigt seit Jahren

Berlin (kkdp)·Apotheken erhalten von Jahr zu Jahr mehr Geld von der gesetzlichen Krankenversicherung. "Die Mär von einer seit 2013 stagnierenden Vergütung trifft nicht zu", sagte Stefanie Stoff-Ahnis, stellvertretende Vorstandsvorsitzende im Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). Von 2013 bis 2024 sei die jährliche Vergütung an die Apotheken um 1,5 Milliarden auf 7,1 Milliarden Euro gestiegen - ein Plus von 26 Prozent. Stoff-Ahnis führte weiter aus, dass hierbei Leistungen, wie die Herstellung von Salben, Infusionen oder die Durchführung von Impfungen, noch nicht einmal berücksichtigt seien. "Das Apothekenhonorar steigt Jahr für Jahr - und zwar finanziert aus den Portemonnaies der Beitragszahlerinnen und Beitragszahler der gesetzlichen Krankenkassen", sagte Stoff-Ahnis dem RND.

Honorare steigen wegen Vergütungsregeln

Grund für die jährlichen Honorarsteigerungen sind die gesetzlich festgelegten Vergütungsregelungen. Stoff-Ahnis verwies darauf, dass demnach die Krankenkassen für jede abgegebene Packung einen Zuschlag in Höhe von drei Prozent des Preises zahlen. "Da jedes Jahr die Preise für Medikamente steigen und darüber hinaus die Anzahl der von den Apotheken abgegebenen Packungen zunimmt, erhöht sich damit auch die Vergütung für die Apotheken stetig", erläuterte Stoff-Ahnis im RND. Dazu kämen höhere Zuschläge für Nacht- und Notdienste, die neu eingeführte Honorierung von Botendiensten sowie zusätzliches Geld, wenn Medikamente nicht verfügbar seien und Ersatz beschafft werden müsse.

Vergütung muss differenziert werden

Im RND fordert Stoff-Ahnis eine differenzierte Vergütung, ohne die Honorierung insgesamt anzuheben. Dazu sagt Stoff-Ahnis: "Apotheken in Ballungsräumen mit Millionenumsätzen brauchen keine Vergütungserhöhung, umsatzschwache Apotheken in strukturschwachen Regionen hingegen schon." Absatzstarke Apotheken müssten demnach einen geringeren Fixbetrag pro Packung erhalten, Apotheken mit einem geringeren Absatz hingegen einen höheren Betrag. Außerdem müsse der variable Anteil gedeckelt werden. "Es braucht in der Summe keine höhere Vergütung, aber das Honorar, welches die Versicherten und die Arbeitgebenden mit ihren Krankenkassenbeiträgen finanzieren, muss besser verteilt werden", fordert Stoff-Ahnis.


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Pressekontakt:

Florian Lanz
GKV-Spitzenverband, Pressesprecher
Telefon 030-206288-4201
Fax 030-20628884201
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