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Donnerstag, 30.03.2017

Mitteilung

BKK Wirtschaft und Finanzen|12.12.2016

PRESSEMITTEILUNG

Zusatzbeitrag der BKK WF bleibt bei 1,1 Prozent

Melsungen/Kassel·Der Zusatzbeitrag der BKK Wirtschaft & Finanzen (BKK WF) beträgt auch 2017 unverändert 1,1 Prozent. Diesen - noch unter dem Vorbehalt der Genehmigung durch das Bundesversicherungsamt stehenden - Beschluss fasste der Verwaltungsrat in seiner jüngsten Sitzung am 8. Dezember 2016 in Berlin.

"Trotz politisch gewollter Kostensteigerungen wird 2017 über die gesetzliche Krankenversicherung hinweg wohl ein Übergangsjahr", so Vorstand Björn Hansen. Der Grund: neben einem weiterhin boomenden Arbeitsmarkt und damit auch steigenden Beitragseinnahmen werden sich finanziell intensive Gesetzesänderungen wie die umstrittene Krankenhausreform erst in den kommenden Jahren auswirken. Hinzu kommt ein einmaliger Effekt durch das ebenfalls vom Gesetzgeber initiierte Abschmelzen der Rücklage des Gesundheitsfonds um 1,5 Milliarden Euro. Auf die Haushaltsplanung der BKK WF wirkten sich diese Faktoren in Form eines Einnahmeüberschusses aus, so dass eine Anpassung des Zusatzbeitrages nicht notwendig ist.

Auch das umfangreiche Zusatzangebot bleibt erhalten. Hansen: "Die BKK Wirtschaft & Finanzen steht seit Jahren für ein bestmögliches Gesamtpaket an zusätzlichen Leistungen über alle Lebensphasen hinweg. Unsere Mehrwerte in der Alternativmedizin bleiben daher ebenso wie die Familienangebote rund um Zuschüsse für privat vorfinanzierte Impfungen und zusätzliche Kostenbeteiligungen für Vorsorgemaßnahmen im Alter unverändert erhalten." Allein das Bonusprogramm wird geringfügig angepasst. Neugeborene können künftig einen Bonus von bis zu 80 Euro erreichen, für ältere Kinder und Jugendliche wurde der Bonusbetrag auf einheitlich 30 Euro festgelegt (bislang zwischen 20 bis 50 Euro). Am Erwachsenenbonus in Höhe von 100 Euro ändert sich nichts. Lediglich die zusätzliche Kostenbeteiligung an privaten Urlaubsreisekrankenversicherungen in Höhe von durchschnittlich 5 Euro entfällt ab 2017. Hansen: "Hierbei geht es vor allem um den Abbau des unverhältnismäßigen Aufwands im Vergleich zum Nutzen."

Veränderungen wird es auch im Bereich verschiedenster Serviceangebote geben. So wird die BKK WF in Kürze einen neuen Partner für das allen Versicherten offen stehende Gesundheitstelefon präsentieren. Auch im Hinblick auf digitale Medien sind im Laufe des kommenden Jahres Erweiterungen geplant.

Allen positiven Unternehmenszahlen zum Trotz gießt Hansen beim Ausblick auf die mittelfristige Zukunft Öl ins Feuer der derzeit eher rosarot gemalten Regierungspolitik: Der Kostendruck wird 2018 deutlich steigen. Spätestens dann ist es höchste Zeit, den Unwuchten des heutigen Finanzierungssystems einschließlich zunehmender Manipulationsvorwürfe durch intransparente Zuweisungsregularien wirkungsvoll entgegen zu treten. "Die Pluralität der Gesetzlichen Krankenversicherung ist ansonsten ernsthaft gefährdet", so Hansen abschließend.

Pressekontakt:

Thorben Weichgrebe
BKK Wirtschaft & Finanzen
Telefon: +49 5661 73 74 130
Fax: +49 5661 7374 140
E-Mail: thorben.weichgrebe@bkk-wf.de


 

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