BIG direkt gesund|29.09.2026
PRESSEMITTEILUNG
BIG direkt gesund fordert konsequenten Bürokratieabbau: "Einmal angeben muss reichen"
Die Debatte über den Bürokratieabbau in Deutschland konzentriert sich häufig auf neue Digitalisierungsstrategien. Aus Sicht von BIG direkt gesund wird dabei ein naheliegender Hebel zu wenig genutzt: Daten, die der öffentlichen Verwaltung bereits vorliegen, sollten nicht immer wieder neu abgefragt werden. Die Krankenkasse fordert deshalb die konsequente Einführung des Once-Only-Prinzips in der Sozialversicherung im Rahmen der Kampagne der Innungskrankenkassen #EffizienzGesundDenken.
Nicht bürgerfreundlich: Adressänderung bei mehreren Behörden melden
"Wer umzieht, meldet seine neue Adresse beim Einwohnermeldeamt. Trotzdem müssen viele Menschen dieselbe Information anschließend erneut ihrer Krankenkasse oder anderen Sozialversicherungsträgern mitteilen. Das ist weder digital noch bürgerfreundlich", sagt Vorstandsvorsitzender Peter Kaetsch. "Bürgerinnen und Bürger dürfen nicht länger Datenkuriere zwischen verschiedenen staatlichen Stellen sein."
Das Once-Only-Prinzip verfolgt das Ziel, Daten nur einmal zu erfassen und anschließend dort verfügbar zu machen, wo sie für die Erfüllung gesetzlicher Aufgaben benötigt werden. Doppelmeldungen und Mehrfacherfassungen könnten dadurch reduziert werden. Peter Kaetsch fordert: "Wenn eine Information der öffentlichen Verwaltung bereits vorliegt, sollte sie nicht noch einmal abgefragt werden. Einmal angeben muss reichen".
Wiederholte Datenerfassungen sind unnötiger Aufwand
Nach Ansicht von BIG direkt gesund erzeugen wiederholte Datenerfassungen unnötigen Aufwand für Versicherte, Arbeitgeber, Krankenkassen und Verwaltungen.
"Digitalisierung bedeutet nicht, dass Menschen dieselben Informationen mehrfach online eingeben müssen. Digitalisierung bedeutet, überflüssige Prozesse abzuschaffen und Abläufe einfacher zu gestalten", so Kaetsch. Ein modernes Gesundheitswesen müsse die Möglichkeiten der digitalen Vernetzung konsequent nutzen, um Verwaltungsaufwand zu reduzieren und Serviceangebote zu verbessern.
Datenschutz bleibt Voraussetzung
Peter Kaetsch betont, dass die Umsetzung des Once-Only-Prinzips klare rechtliche Rahmenbedingungen und hohe Datenschutzstandards voraussetzt. Ziel sei kein grenzenloser Datenaustausch, sondern ein verantwortungsvoller und transparenter Umgang mit bereits vorhandenen Informationen.
"Datenschutz und Bürokratieabbau sind kein Widerspruch. Beides lässt sich miteinander verbinden. Versicherte müssen darauf vertrauen können, dass ihre Daten sicher sind. Gleichzeitig sollten sie nicht immer wieder dieselben Angaben machen müssen", sagt Kaetsch.
Immer wieder fragen: "Kann das weg?"
Neben der Vermeidung von Doppelmeldungen spricht sich BIG direkt gesund dafür aus, bestehende Nachweis- und Dokumentationspflichten regelmäßig auf ihren tatsächlichen Nutzen zu prüfen. "Wir müssen uns konsequent fragen: Kann das weg? Wo Vorgaben keinen erkennbaren Mehrwert mehr schaffen, sollten sie vereinfacht oder gestrichen werden", so Peter Kaetsch.
Für die BIG ist das Once-Only-Prinzip ein wichtiger Baustein für eine moderne, bürgerorientierte und effiziente Sozialversicherung. Weniger Bürokratie schafft Freiräume für die Aufgaben, auf die es wirklich ankommt: eine gute Versorgung und einen besseren Service für die Versicherten.
ZUsammenfassung: Bürokratie abbauen mit dem Once-Only-Prinzip
Kernforderung von BIG direkt gesund: Das Once-Only-Prinzip soll konsequent in der Sozialversicherung umgesetzt werden. Dadurch werden Verwaltungsprozesse effizienter und bürgerfreundlicher gestaltet.
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