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BKK Dachverband e.V.|18.08.2026

PRESSEMITTEILUNG

12.500 Hitzetote sind auch ein politischer Handlungsauftrag an die Gesundheitspolitik

Berlin (kkdp)·Der BKK Dachverband begrüßt die Initiative von Bundesumweltminister Carsten Schneider für mehr Hitzeschutz und Klimaanpassung und mahnt zügige und verbindliche Schritte an - auch und insbesondere im Gesundheitswesen. Bis Anfang August schätzt das Robert Koch-Institut bereits rund 12.500 hitzebedingte Todesfälle in Deutschland. Allein eine zweiwöchige Hitzewelle im Juni verursachte laut Prognos volkswirtschaftliche Schäden von 6,3 Milliarden Euro - Behandlungskosten noch nicht eingerechnet. Angesichts dieser neuen Rekordzahlen fordert der BKK Dachverband, die Klimaanpassung als staatliche Daseinsvorsorge fest zu verankert, statt sie den Versicherten zuzuschieben.

"12.500 Hitzetote sind keine Zahl, bei der man einfach so zur Tagesordnung übergehen darf. Das ist eine Katastrophe und ein politischer Handlungsauftrag für alle Ressorts. Die Politik muss den Hitzeschutz endlich ernst nehmen und ihn fest in die Daseinsvorsorge integrieren. Wir brauchen klare Verantwortlichkeiten, eine verlässliche Finanzierung und Strukturen, die die Menschen schützen, bevor die nächste Hitzewelle zur Gesundheitskrise wird. Notwendige Investitionen in klimaresiliente Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen dürfen dabei nicht auf die Beitragszahlenden der gesetzlichen Krankenversicherung abgewälzt werden. Klimaanpassung ist eine Gemeinschaftsaufgabe und sollte aus Steuermitteln finanziert werden", sagte Anne-Kathrin Klemm, Vorständin des BKK Dachverbandes.

Das Gesundheitswesen ist sowohl Leidtragender als auch Mitverursacher der Klimakrise: Es ist für rund sechs Prozent der nationalen Treibhausgasemissionen verantwortlich. Der BKK Dachverband fordert daher gemeinsam mit knapp 60 Organisationen des Gesundheitswesens, Hitzeschutz und Klimaanpassung in einer Nachhaltigkeitsstrategie für das deutsche Gesundheitssystem verbindlich zu verankern.

"Wir müssen das vorhandene Wissen in die Fläche bringen und Vorsorge zum Normalität machen. Andernfalls hangeln und improvisieren wir uns von Krise zu Krise. Die Konzepte für wirksamen Klimaschutz liegen auf dem Tisch. Jetzt muss aus Erkenntnis politisches Handeln werden", so Klemm weiter.

Pressekontakt:

Thorsten Greb
+49 30 2700 406 - 302

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Dies ist ein Ausdruck aus www.krankenkassen-direkt.de
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© 2000-2026 Redaktion kkdirekt; alle Rechte vorbehalten, alle Angaben ohne Gewähr.

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