Verband der Ersatzkassen e. V.|14.08.2026
PRESSEMITTEILUNG
vdek fordert mehr Engagement von Bund und Ländern für klimaneutrale und nachhaltige Krankenhaus- und Pflegeversorgung
Berlin (kkdp)·Vor dem Hintergrund der aktuellen Hitzewellen in Deutschland und der damit verbundenen starken Zunahme von hitzebedingten Krankheits- und Todesfällen fordert der Verband der Ersatzkassen e. V. (vdek) mehr (finanzielles) Engagement vor allem von Bund und Ländern, um Gesundheits- und Pflegeeinrichtungen klimaresilienter aufzustellen. "Hohe Temperaturen von aktuell bis zu 40 Grad gefährden vor allem ältere und (chronisch) kranke Menschen sowie Schwangere und Neugeborene. Sie belasten zudem die Beschäftigten in den Einrichtungen und führen zu einer erhöhten Krankheitslast, Arbeitsunfällen und Produktivitätsverlust mit entsprechenden Folgekosten", so Ulrike Elsner, Vorstandsvorsitzende des vdek. Viele Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen seien nur unzureichend auf solche hohen Temperaturen eingestellt, etwa was die Kühlung der Zimmer oder bauliche Maßnahmen wie bessere Wärmedämmung und wirksamen Sonnenschutz anbelangt. "Hier gibt es viel Nachholbedarf", sagte Elsner.
Länder sind gefordert, mehr in klimaschützende Maßnahmen zu investieren
Notwendig sei es, den Hitzeschutz künftig als zentrales Kriterium bei der Krankenhausplanung durch die Länder und bei Investitionen in Infrastruktur, Instandhaltung und Sanierung von Gebäuden zu berücksichtigen, so Elsner. Dazu gehöre aber auch, dass die Länder ihrer Pflicht zur Investitionsfinanzierung der Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen überhaupt in ausreichendem Maße nachkommen. Nach dem dualen System sind die Länder für Bau, Gebäudesanierung, Medizintechnik und IT-Infrastruktur zuständig, die Kranken- und Pflegekassen dagegen für die laufenden Betriebskosten sowie die medizinische und pflegerische Versorgung. Der jährliche bestandserhaltende Investitionsbedarf wird von den Krankenkassen und der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG) auf etwa sieben bis acht Milliarden Euro bei Krankenhäusern beziffert. Die Bundesländer stellen jedoch nur rund vier Milliarden Euro jährlich zur Verfügung. Auch bei den stationären Pflegeeinrichtungen kommen die Länder ihrer Pflicht zur Investitionsfinanzierung nicht hinreichend nach.
Sondervermögen für Hitzeschutz einsetzen
Zudem ist auch der Bund gefordert, Investitionen im Bereich Hitzeresilienz zu tätigen. Die Gelder dafür sollten aus dem Sondervermögen Infrastruktur und Klimaneutralität kommen. Darüber hinaus braucht der Klimaschutz klare Rahmenbedingungen, um insbesondere Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen (im Bereich Hitze und anderer Extremwetterlagen) kompetenter und resilienter zu machen. Der Bund sollte einen nationalen Hitzeschutzplan mit einheitlichen Standards vorlegen. Gesundheitseinrichtungen sollten auch in Perioden mit extremer Hitze voll funktionsfähig bleiben.
Engagement des vdek und der Ersatzkassen für Klima- und Gesundheitsschutz
Auch der vdek und die Ersatzkassen engagieren sich in vielfältiger Weise für das Thema "Klima und Gesundheit", so Elsner. Unter der Dachmarke "Gesunde Lebenswelten" wird beispielsweise mit dem Programm "Klimawandel als Einflussfaktor auf die Bewegung von Menschen ab 65 Jahren (KliBe)" die Förderung altersgerechter Mobilität mit dem Fokus auf Hitzeextreme in der Lebenswelt Kommune verfolgt. 2024 hat der vdek zudem ein Multiplikatorenschulungskonzept für Pflegeberatungen zum Hitzeschutz zusammen mit der Deutschen Allianz Klimawandel und Gesundheit (KLUG) und den vdek-Pflegestützpunkten in Rheinland-Pfalz und dem Saarland entwickelt. Ziel ist es, Pflegebedürftige gezielt über Gesundheitsrisiken aufzuklären und wirksam zu schützen.
Die Ersatzkassen und der vdek engagieren sich auch in regionalen Bündnissen und Netzwerken zum Hitzeschutz, darunter das Aktionsbündnis Hitzeschutz Berlin. Mit Informationsangeboten und Aktionen, etwa zum bundesweiten Hitzeaktionstag, sensibilisieren sie für gesundheitliche Risiken von Hitze. Zudem arbeiten der vdek und die Ersatzkassen eng mit KLUG zusammen und unterstützen dessen Forderungen für einen wirksamen Klima- und Gesundheitsschutz.
Länder sind gefordert, mehr in klimaschützende Maßnahmen zu investieren
Notwendig sei es, den Hitzeschutz künftig als zentrales Kriterium bei der Krankenhausplanung durch die Länder und bei Investitionen in Infrastruktur, Instandhaltung und Sanierung von Gebäuden zu berücksichtigen, so Elsner. Dazu gehöre aber auch, dass die Länder ihrer Pflicht zur Investitionsfinanzierung der Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen überhaupt in ausreichendem Maße nachkommen. Nach dem dualen System sind die Länder für Bau, Gebäudesanierung, Medizintechnik und IT-Infrastruktur zuständig, die Kranken- und Pflegekassen dagegen für die laufenden Betriebskosten sowie die medizinische und pflegerische Versorgung. Der jährliche bestandserhaltende Investitionsbedarf wird von den Krankenkassen und der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG) auf etwa sieben bis acht Milliarden Euro bei Krankenhäusern beziffert. Die Bundesländer stellen jedoch nur rund vier Milliarden Euro jährlich zur Verfügung. Auch bei den stationären Pflegeeinrichtungen kommen die Länder ihrer Pflicht zur Investitionsfinanzierung nicht hinreichend nach.
Sondervermögen für Hitzeschutz einsetzen
Zudem ist auch der Bund gefordert, Investitionen im Bereich Hitzeresilienz zu tätigen. Die Gelder dafür sollten aus dem Sondervermögen Infrastruktur und Klimaneutralität kommen. Darüber hinaus braucht der Klimaschutz klare Rahmenbedingungen, um insbesondere Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen (im Bereich Hitze und anderer Extremwetterlagen) kompetenter und resilienter zu machen. Der Bund sollte einen nationalen Hitzeschutzplan mit einheitlichen Standards vorlegen. Gesundheitseinrichtungen sollten auch in Perioden mit extremer Hitze voll funktionsfähig bleiben.
Engagement des vdek und der Ersatzkassen für Klima- und Gesundheitsschutz
Auch der vdek und die Ersatzkassen engagieren sich in vielfältiger Weise für das Thema "Klima und Gesundheit", so Elsner. Unter der Dachmarke "Gesunde Lebenswelten" wird beispielsweise mit dem Programm "Klimawandel als Einflussfaktor auf die Bewegung von Menschen ab 65 Jahren (KliBe)" die Förderung altersgerechter Mobilität mit dem Fokus auf Hitzeextreme in der Lebenswelt Kommune verfolgt. 2024 hat der vdek zudem ein Multiplikatorenschulungskonzept für Pflegeberatungen zum Hitzeschutz zusammen mit der Deutschen Allianz Klimawandel und Gesundheit (KLUG) und den vdek-Pflegestützpunkten in Rheinland-Pfalz und dem Saarland entwickelt. Ziel ist es, Pflegebedürftige gezielt über Gesundheitsrisiken aufzuklären und wirksam zu schützen.
Die Ersatzkassen und der vdek engagieren sich auch in regionalen Bündnissen und Netzwerken zum Hitzeschutz, darunter das Aktionsbündnis Hitzeschutz Berlin. Mit Informationsangeboten und Aktionen, etwa zum bundesweiten Hitzeaktionstag, sensibilisieren sie für gesundheitliche Risiken von Hitze. Zudem arbeiten der vdek und die Ersatzkassen eng mit KLUG zusammen und unterstützen dessen Forderungen für einen wirksamen Klima- und Gesundheitsschutz.
Pressekontakt:
Michaela Gottfried
Verband der Ersatzkassen e. V. (vdek)
Tel: 0 30 / 2 69 31 12 00
E-Mail: michaela.gottfried@vdek.com
Dies ist ein Ausdruck aus www.krankenkassen-direkt.de
Es gelten die Allgemeinen Nutzungsbedingungen.
© 2000-2026 Redaktion kkdirekt; alle Rechte vorbehalten, alle Angaben ohne Gewähr.
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