Spitzenverband Bund der Krankenkassen|26.05.2026
PRESSEMITTEILUNG
Die Pflege lebt auf Pump
Berlin (kkdp)·Die soziale Pflegeversicherung hat im 1. Quartal dieses Jahres ein Defizit von 667 Millionen Euro eingefahren, trotz eines Darlehens von 800 Millionen Euro. Für das Jahr 2026 wird ein Minus von rund einer Milliarde Euro erwartet. "Bei der Pflegeversicherung brennt die Hütte und wir müssen uns dringend ans Löschen machen", bringt Oliver Blatt, Vorstandsvorsitzender des GKV-Spitzenverbandes, die Situation im SPIEGEL auf den Punkt.
Wenn man die Schulden gegenüber dem Bund dazu rechnet, ergibt sich sogar ein Defizit in Höhe von 4,2 Milliarden Euro. Blatt erläutert dazu weiter, dass die Einnahmen in der Pflegeversicherung 2026 um 7,7 Prozent steigen, die Ausgaben allerdings um 9,1 Prozent. Die Mittel der Pflegeversicherung liegen am Jahresende nur noch bei 4,3 Milliarden Euro, wovon 4,2 Milliarden Euro Schulden sind. Blatt warnt im SPIEGEL: "Die Pflege in Deutschland lebt also auf Pump. Die Regierung muss jetzt das Ruder herumreißen, denn sonst werden die Finanzprobleme im nächsten Jahr unbeherrschbar." Die Zeit drängt, da die Finanzierungslücke unmittelbar zu Beginn des nächsten Jahres da sein wird, denn die ersten Monate eines Jahres sind besonders einkommensschwach, erklärt Blatt im SPIEGEL.
Drei Maßnahmen zur Lösung der Finanzprobleme
Im SPIEGEL macht Oliver Blatt drei Lösungsvorschläge: Zum einen soll der Bund seine Schulden aus der Coronapandemie an die Pflegeversicherung zurückzahlen. Das sind 5,2 Milliarden Euro, mit denen die Pflege kurzfristig stabilisiert werden kann. Außerdem soll der Bund die Rentenbeiträge für pflegende Angehörige übernehmen, welche bislang von der Pflegeversicherung getragen werden. Drittens sollen die Länder die Investitionskosten in den Pflegeheimen übernehmen. Blatt dazu: "Dadurch könnte praktisch über Nacht jeder Pflegeheimbewohner im Durchschnitt um 500 Euro entlastet werden."
Bisher liegt noch kein Entwurf für eine Reform der Pflegeversicherung vor.
Wenn man die Schulden gegenüber dem Bund dazu rechnet, ergibt sich sogar ein Defizit in Höhe von 4,2 Milliarden Euro. Blatt erläutert dazu weiter, dass die Einnahmen in der Pflegeversicherung 2026 um 7,7 Prozent steigen, die Ausgaben allerdings um 9,1 Prozent. Die Mittel der Pflegeversicherung liegen am Jahresende nur noch bei 4,3 Milliarden Euro, wovon 4,2 Milliarden Euro Schulden sind. Blatt warnt im SPIEGEL: "Die Pflege in Deutschland lebt also auf Pump. Die Regierung muss jetzt das Ruder herumreißen, denn sonst werden die Finanzprobleme im nächsten Jahr unbeherrschbar." Die Zeit drängt, da die Finanzierungslücke unmittelbar zu Beginn des nächsten Jahres da sein wird, denn die ersten Monate eines Jahres sind besonders einkommensschwach, erklärt Blatt im SPIEGEL.
Drei Maßnahmen zur Lösung der Finanzprobleme
Im SPIEGEL macht Oliver Blatt drei Lösungsvorschläge: Zum einen soll der Bund seine Schulden aus der Coronapandemie an die Pflegeversicherung zurückzahlen. Das sind 5,2 Milliarden Euro, mit denen die Pflege kurzfristig stabilisiert werden kann. Außerdem soll der Bund die Rentenbeiträge für pflegende Angehörige übernehmen, welche bislang von der Pflegeversicherung getragen werden. Drittens sollen die Länder die Investitionskosten in den Pflegeheimen übernehmen. Blatt dazu: "Dadurch könnte praktisch über Nacht jeder Pflegeheimbewohner im Durchschnitt um 500 Euro entlastet werden."
Bisher liegt noch kein Entwurf für eine Reform der Pflegeversicherung vor.
Pressekontakt:
Florian Lanz
GKV-Spitzenverband, Pressesprecher
Telefon 030-206288-4201
Fax 030-20628884201
presse@gkv-spitzenverband.de
Dies ist ein Ausdruck aus www.krankenkassen-direkt.de
Es gelten die Allgemeinen Nutzungsbedingungen.
© 2000-2026 Redaktion kkdirekt; alle Rechte vorbehalten, alle Angaben ohne Gewähr.
Dies ist ein Ausdruck aus www.krankenkassen-direkt.de
Es gelten die Allgemeinen Nutzungsbedingungen.
© 2000-2026 Redaktion kkdirekt; alle Rechte vorbehalten, alle Angaben ohne Gewähr.