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Spitzenverband Bund der Krankenkassen|17.03.2026

PRESSEMITTEILUNG

GKV-Tag: Die digital gestützte Primärversorgung als künftiges modernes Versorgungsinstrument

Berlin (kkdp)·Die gesetzlichen Krankenkassen und der GKV-Spitzenverband informieren am heutigen GKV-Tag über die Primärversorgung als zentrales Instrument für eine bessere und moderne Versorgung. Die Primärversorgung ist ein zentrales Instrument, mit dem die Gesundheitsversorgung zum Wohle der 75 Millionen gesetzlich Versicherten modernisiert werden soll. Effizienzreserven sollen gehoben werden und ein bedarfsgerechter Zugang zur Versorgung soll gemeinsam mit der Ärzteschaft sichergestellt werden - egal ob jemand privat oder gesetzlich versichert ist.

Stefanie Stoff-Ahnis, stellvertretende Vorstandsvorsitzende des GKV-Spitzenverbandes betont: "Damit GKV-Versicherte künftig bedarfsorientiert und im akuten Fall schnell behandelt werden, wollen wir mit der digital gestützten Primärversorgung langfristig den Zugang zur Versorgung verbessern. Aktuell haben Patientinnen und Patienten - trotz steigender Beiträge - teilweise lange Wartezeiten in der ambulanten Versorgung. Mit der digital gestützten Primärversorgung können wir die Strukturen der ambulanten Versorgung für GKV-Versicherten grundlegend reformieren. Uns ist wichtig, dass unsere Versicherten im akuten Fall schneller als heute einen Arzttermin bekommen."

Primärversorgung muss die digitalen Möglichkeiten ausschöpfen

Stefanie Stoff-Ahnis: "Eine erfolgreiche digital gestützte Primärversorgung verbindet folgende drei Bausteine zu einem digitalen Versorgungspfad: die elektronische Ersteinschätzung, die elektronische Überweisung und die elektronische Terminvermittlung. Damit werden unsere GKV-Versicherten dabei unterstützt, dort medizinisch versorgt zu werden, wann und wo sie es benötigen. Es ist höchste Zeit, das Gesundheitssystem in die digitale Gegenwart zu bringen."

Ein digitales Navigationstool schätzt die Behandlungsnotwendigkeit ein und leitet die Versicherten zielgerichtet in und durch das Gesundheitssystem.
Die elektronische Überweisung verbessert den Informationsfluss über den aktuellen Behandlungsstand zwischen Leistungserbringenden und minimiert Fehlerquellen.
Die elektronische Terminvermittlung ermöglicht - abhängig von der medizinischen Dringlichkeit - eine schnellere Terminvergabe und reduziert Wartezeiten.

Vom ersten Symptom bis zum Abschluss der Behandlung wird alles fachlich optimal koordiniert, transparent und effizient. Die ePA wird zur zentralen Plattform einer modernen Versorgung.

Gemeinsame Forderungen für ein Primärversorgungssystem für GKV-Versicherte

Die 93 gesetzlichen Krankenkassen, die Verbände der Kassenarten und der GKV-Spitzenverband fordern gemeinsam für das Primärversorgungssystem:

Es muss eine medizinische Ersteinschätzung etabliert werden: Eine medizinische Ersteinschätzung ist die erste wichtige Komponente eines Primärversorgungssystems. Sie fördert Gesundheitskompetenz und bietet Patientinnen und Patienten klare Orientierung im Versorgungssystem. Die Ersteinschätzung sorgt zudem dafür, dass der individuelle medizinische Bedarf der Patientinnen und Patienten und die Dringlichkeit einer Behandlung wieder stärker in den Fokus rückt.

Digitale Lösungen können die Versorgung sinnvoll ergänzen und entlasten: Digitale Lösungen können - intelligent integriert - die Versorgung entlasten, die Erreichbarkeit verbessern und Transparenz über verfügbare Angebote schaffen. Eine einheitliche Terminplattform, telemedizinische Angebote und digitale Leistungen müssen daher selbstverständlicher Bestandteil der Versorgung werden. Dabei muss sichergestellt sein, dass alle Zugangswege einheitlichen Kriterien unterliegen und die Ersteinschätzung das gleiche Ergebnis liefert - egal, ob die Versicherten einen digitalen oder analogen Weg wählen.

Die Versorgungsaufgaben müssen besser unter dem medizinischen Fachpersonal verteilt werden: Medizinisches Fachpersonal muss stärker in die Versorgung eingebunden werden. Ein interdisziplinäres Team, das die Stärken aller Beteiligten nutzt, entlastet nicht nur Ärztinnen und Ärzte, sondern führt auch dazu, dass Patientinnen und Patienten schneller und effizienter behandelt.

Krankenkassen übernehmen eine aktivere Rolle in der Patientenbegleitung: Krankenkassen sollten eine aktivere Rolle bei der Begleitung und Beratung ihrer Versicherten übernehmen können - etwa dann, wenn kein Praxisbesuch notwendig ist. GKV-Versicherte sollen sich vertrauensvoll an ihre Krankenkasse wenden können, die sie mit innovativen und leistungsstarken Angeboten können Kassen helfen, geeignete Maßnahmen zur Prävention und Selbsthilfe zu ergreifen.

#GKVTag

Die 93 gesetzlichen Krankenkassen haben ein gemeinsames Ziel: die gesundheitliche Absicherung ihrer rund 75 Millionen Versicherten. Sie setzen sich dafür ein, dass die GKV- Beiträge ihrer Versicherten und deren Arbeitgebenden für eine hochwertige und zugleich wirtschaftliche Versorgung eingesetzt werden - und dass Ausgaben für Gesundheit fair verteilt werden. Alle gesetzlichen Krankenkassen stehen aus Überzeugung hinter einem Solidarsystem, das heute 90 Prozent der Bevölkerung absichert - unabhängig von Alter, Einkommen oder Krankheitsrisiko. Es ist wichtig, den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu stärken, statt zu spalten. Es gilt, ein insgesamt gut funktionierendes Gesundheitssystem weiterzuentwickeln, statt es kaputtzureden. Einmal im Quartal weisen die Krankenkassen gemeinsam auf zentrale Anliegen der Gesetzlichen Krankenversicherung und ihrer Versicherten hin. Einmal im Quartal ist GKV-Tag. Denn #wirsindGKV.

Der nächste GKV-Tag ist am 16. Juni 2026.

Pressekontakt:

Florian Lanz
GKV-Spitzenverband, Pressesprecher
Telefon 030-206288-4201
Fax 030-20628884201
presse@gkv-spitzenverband.de

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© 2000-2026 Redaktion kkdirekt; alle Rechte vorbehalten, alle Angaben ohne Gewähr.

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