Techniker Krankenkasse|19.02.2026
PRESSEMITTEILUNG
Facharzttermine: 56 Prozent der gesetzlich Versicherten warten länger als vier Wochen
Hamburg (kkdp)·19.02.2026
Eine repräsentative Forsa-Befragung im Auftrag der Techniker Krankenkasse (TK) zeigt die aktuellen Terminprobleme: Insgesamt 56 Prozent der gesetzlich Versicherten müssen länger als vier Wochen auf eine fachärztliche Behandlung warten - davon bekommen 35 Prozent sogar erst nach mehreren Monaten einen Termin. "Lange Wartezeiten auf Facharzttermine sind für viele Menschen ein Schmerzpunkt und ein Symptom dafür, was im ambulanten System schiefläuft. Es mangelt an klaren Anlaufstellen und Behandlungswegen. Viele Patientinnen und Patienten müssen aktuell lange warten, ohne dabei sicher zu sein, ob sie überhaupt an der richtigen Stelle im Versorgungssystem landen", sagt Dr. Jens Baas, Vorstandsvorsitzender der TK. "Wir brauchen dringend ein System, das darauf ausgerichtet ist, was die Menschen medizinisch brauchen und in dem Abläufe klar definiert sind. Das trägt auch zu einer fairen Terminvergabe bei." Nur acht Prozent der gesetzlich Versicherten sind binnen weniger Tage in der Facharztpraxis, 13 Prozent innerhalb von zwei Wochen und 20 Prozent in bis zu vier Wochen.
Primärversorgungssystem: Chance für bessere Terminvergabe
Um dem Wartezeitenproblem zu begegnen, möchte die Regierung ein Primärversorgungssystem einführen - aus Sicht der TK eine Chance für eine bessere Terminvergabe. Dafür fordert die TK eine verbindliche Ersteinschätzung des gesundheitlichen Problems. Hilfesuchende sollen damit auf Basis ihres Krankheitsbildes direkt in die für sie passende Versorgung geleitet werden - je nach Bedarf kann das ein zeitnaher Haus- oder Facharzttermin, eine Videosprechstunde oder auch erstmal Bettruhe sein. "Wichtig ist, dass das Ersteinschätzungstool bei gleichen Symptomen immer den gleichen Behandlungsschritt empfiehlt, egal ob die Einschätzung digital in einer Krankenkassen-App, telefonisch oder in der Praxis vor Ort erfolgt", so der TK-Chef.
Terminvergabe nach einheitlichen Standards und medizinischer Dringlichkeit
Die TK fordert zusätzlich eine einheitliche digitale Terminplattform, an die Arztpraxen ein festes Kontingent an freien Terminen für gesetzlich Versicherte melden. Baas: "Aktuell gibt es verschiedene Terminvermittlungs-Tools, aber keine einheitlichen Standards. Das muss sich ändern, damit es bei der Terminvergabe nur nach der Dringlichkeit der Behandlung geht."
74 Prozent erhalten Hausarzttermine innerhalb weniger Tage
Einen Hausarzttermin erhalten gesetzlich Versicherte deutlich schneller: Mit 74 Prozent gibt die große Mehrheit der GKV-Versicherten an, bereits innerhalb weniger Tage einen Termin zu bekommen. 14 Prozent warten bis zu zwei Wochen. "Damit in einem Primärversorgungssystem hier keine neuen Engpässe entstehen, muss es Patientinnen und Patienten bei Bedarf trotzdem möglich sein, direkt zu Fachärztinnen und -ärzten gehen zu können", so Baas. "Ein Ersteinschätzungstool mit klaren Kriterien auf medizinischer Basis stellt sicher, dass die Patientinnen und Patienten in Hausarztpraxen behandelt werden, denen dort gut geholfen werden kann."
Für die bevölkerungsrepräsentative, telefonische Umfrage im Auftrag der Techniker Krankenkasse befragte das Meinungsforschungsinstitut Forsa vom 25. September bis 21. Oktober 2025 bundesweit insgesamt 1.410 Personen ab 18 Jahre. Die hier ausgewiesenen Ergebnisse beziehen sich auf GKV-Versicherte.
21 Prozent der gesetzlich Versicherten warten länger als vier Wochen und 35 Prozent sogar mehrere Monate auf Facharzttermin.
74 Prozent der gesetzlich Versicherten bekommen innerhalb weniger Tage einen Hausarzttermin.
Für eine faire Terminvergabe fordert TK-Chef Baas eine Ersteinschätzung und zentrale Terminplattform mit einheitlichen Standards.
Eine repräsentative Forsa-Befragung im Auftrag der Techniker Krankenkasse (TK) zeigt die aktuellen Terminprobleme: Insgesamt 56 Prozent der gesetzlich Versicherten müssen länger als vier Wochen auf eine fachärztliche Behandlung warten - davon bekommen 35 Prozent sogar erst nach mehreren Monaten einen Termin. "Lange Wartezeiten auf Facharzttermine sind für viele Menschen ein Schmerzpunkt und ein Symptom dafür, was im ambulanten System schiefläuft. Es mangelt an klaren Anlaufstellen und Behandlungswegen. Viele Patientinnen und Patienten müssen aktuell lange warten, ohne dabei sicher zu sein, ob sie überhaupt an der richtigen Stelle im Versorgungssystem landen", sagt Dr. Jens Baas, Vorstandsvorsitzender der TK. "Wir brauchen dringend ein System, das darauf ausgerichtet ist, was die Menschen medizinisch brauchen und in dem Abläufe klar definiert sind. Das trägt auch zu einer fairen Terminvergabe bei." Nur acht Prozent der gesetzlich Versicherten sind binnen weniger Tage in der Facharztpraxis, 13 Prozent innerhalb von zwei Wochen und 20 Prozent in bis zu vier Wochen.
Primärversorgungssystem: Chance für bessere Terminvergabe
Um dem Wartezeitenproblem zu begegnen, möchte die Regierung ein Primärversorgungssystem einführen - aus Sicht der TK eine Chance für eine bessere Terminvergabe. Dafür fordert die TK eine verbindliche Ersteinschätzung des gesundheitlichen Problems. Hilfesuchende sollen damit auf Basis ihres Krankheitsbildes direkt in die für sie passende Versorgung geleitet werden - je nach Bedarf kann das ein zeitnaher Haus- oder Facharzttermin, eine Videosprechstunde oder auch erstmal Bettruhe sein. "Wichtig ist, dass das Ersteinschätzungstool bei gleichen Symptomen immer den gleichen Behandlungsschritt empfiehlt, egal ob die Einschätzung digital in einer Krankenkassen-App, telefonisch oder in der Praxis vor Ort erfolgt", so der TK-Chef.
Terminvergabe nach einheitlichen Standards und medizinischer Dringlichkeit
Die TK fordert zusätzlich eine einheitliche digitale Terminplattform, an die Arztpraxen ein festes Kontingent an freien Terminen für gesetzlich Versicherte melden. Baas: "Aktuell gibt es verschiedene Terminvermittlungs-Tools, aber keine einheitlichen Standards. Das muss sich ändern, damit es bei der Terminvergabe nur nach der Dringlichkeit der Behandlung geht."
74 Prozent erhalten Hausarzttermine innerhalb weniger Tage
Einen Hausarzttermin erhalten gesetzlich Versicherte deutlich schneller: Mit 74 Prozent gibt die große Mehrheit der GKV-Versicherten an, bereits innerhalb weniger Tage einen Termin zu bekommen. 14 Prozent warten bis zu zwei Wochen. "Damit in einem Primärversorgungssystem hier keine neuen Engpässe entstehen, muss es Patientinnen und Patienten bei Bedarf trotzdem möglich sein, direkt zu Fachärztinnen und -ärzten gehen zu können", so Baas. "Ein Ersteinschätzungstool mit klaren Kriterien auf medizinischer Basis stellt sicher, dass die Patientinnen und Patienten in Hausarztpraxen behandelt werden, denen dort gut geholfen werden kann."
Für die bevölkerungsrepräsentative, telefonische Umfrage im Auftrag der Techniker Krankenkasse befragte das Meinungsforschungsinstitut Forsa vom 25. September bis 21. Oktober 2025 bundesweit insgesamt 1.410 Personen ab 18 Jahre. Die hier ausgewiesenen Ergebnisse beziehen sich auf GKV-Versicherte.
Pressekontakt:
Anne Kraemer
anne.kraemer@tk.de
Tel. 040 - 69 09-53 45
Dies ist ein Ausdruck aus www.krankenkassen-direkt.de
Es gelten die Allgemeinen Nutzungsbedingungen.
© 2000-2026 Redaktion kkdirekt; alle Rechte vorbehalten, alle Angaben ohne Gewähr.
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