Techniker Krankenkasse|04.02.2026
PRESSEMITTEILUNG
Studie: Arbeiten ist im Homeoffice produktiver - aber nur bis zu einem Kipppunkt
Hamburg (kkdp)·Eine gemeinsame Studie des Fraunhofer-Instituts für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO und der Techniker Krankenkasse (TK) kommt zu dem Ergebnis, dass das Arbeiten im Homeoffice im Vergleich zur Arbeit im Büro rund 20 Prozent produktiver ist. Die Gesamtproduktivität steigt jedoch weniger stark, weil fachlicher Austausch und informelle Gespräche vor allem im Büro stattfinden. Nur eine ausgewogene Kombination und die Nutzung der Vorteile beider Arbeitsorte führen zu insgesamt positiven Produktivitätseffekten. Wenn zu viel Zeit im Homeoffice gearbeitet wird, sinkt die Produktivität wieder. Dieser Kipppunkt liegt laut der Studie bei einem Homeoffice-Anteil von etwa 60 Prozent.
Ziel der Studie war es, die Auswirkungen von Homeoffice auf die Produktivität und die Zufriedenheit der Mitarbeitenden zu untersuchen. Betrachtet wurden über einen Zeitraum von zwei Jahren alle Teams in der TK mit Sachbearbeitertätigkeit und Kundenkontakt. Die Produktivität von rund 11.000 Mitarbeitenden wurde anhand der Anzahl der bearbeiteten Kundenanliegen und der Kundentelefonate gemessen. Im Schnitt war die Produktivität im Homeoffice rund 20 Prozent höher als im Büro. Das heißt: TK-Mitarbeitende bearbeiten zu Hause im Schnitt etwa 20 Prozent mehr Kundenanliegen und führen mehr Kundentelefonate.
"Die Studie zeigt, dass eine ausgewogene Balance zwischen Arbeiten in Präsenz und Homeoffice der Schlüssel zum Erfolg ist. Wir sehen, dass viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für konzentrierte Arbeiten das Homeoffice bevorzugen, fachlicher Austausch und Zusammenarbeit funktionieren aber nach wie vor im persönlichen Kontakt am besten", so Karen Walkenhorst, Mitglied des Vorstands der TK. "Viele Faktoren beeinflussen, wo Mitarbeitende am besten arbeiten können, etwa welche Tätigkeiten oder Themen in den Teams bearbeitet werden, aber auch, wie die Zusammenarbeit in den Teams organisiert ist."
Kipppunkt beim optimalen Homeoffice-Anteil
Der Vergleich der Produktivität unterschiedlicher Dienststellen im Zeitverlauf zeigt, dass es einen Kipppunkt für die optimale Balance zwischen Homeoffice und Präsenz gibt. "Wir konnten sehen, dass die Produktivitätsvorteile durch das Homeoffice nur bis zu einem bestimmten Punkt bestehen", so Dr. Josephine Hofmann vom Fraunhofer IAO. Mit Überschreiten dieses Punkts - in der Studie liegt er im TK-Durchschnitt bei etwa 60 Prozent Homeoffice-Zeit - sinke die Produktivität.
Ursache ist laut der Studie, dass ab dem Kipppunkt zu wenig Zeit gemeinsam in Präsenz verbracht wird und die Zeit für den notwendigen fachlichen und sozialen Austausch fehlt. Damit fehlen dann oft auch Informationen, die für die produktive Arbeit im Homeoffice benötigt werden. Je weniger Mitarbeitende ins Büro kommen, desto mehr verstärkt sich der Effekt. Hofmann weiter: "Die Präsenzzeit ermöglicht wichtige informelle und fachliche Kontakte. Sie sollte gezielt dafür genutzt werden, soziale Erosionsprozesse zwischen räumlich getrennt arbeitenden Teammitgliedern zu verhindern. Wie viel Präsenzzeit optimal ist, hängt vom Unternehmen und seinen Tätigkeitsbereichen ab. Langfristige Studien wie bei der TK liefern Fakten statt Bauchgefühle. Dadurch lassen sich Diskussionen und Maßnahmen in der Produktivitätsdebatte und bei ´Back to Office´ besser steuern."
Homeoffice hilft bei Vereinbarkeit von Beruf und Familie
Die Studienergebnisse zeigen auch, dass die Möglichkeit, im Homeoffice zu arbeiten, einen wesentlichen Beitrag zur Zufriedenheit der Mitarbeitenden leistet. "Die Zufriedenheit der Mitarbeitenden ist für den Unternehmenserfolg essenziell. Und genau dafür ist Homeoffice ein zentraler Baustein. In den Mitarbeiterbefragungen der Studie gaben 93 Prozent an, dass ihnen die Möglichkeit, von zu Hause zu arbeiten, bei der Vereinbarkeit von Beruf und Familie hilft. 81 Prozent der befragten TK-Mitarbeitenden sagten, dass das Homeoffice Stress und Belastung in ihrem Alltag minimiert", so Walkenhorst.
Ziel der Studie war es, die Auswirkungen von Homeoffice auf die Produktivität und die Zufriedenheit der Mitarbeitenden zu untersuchen. Betrachtet wurden über einen Zeitraum von zwei Jahren alle Teams in der TK mit Sachbearbeitertätigkeit und Kundenkontakt. Die Produktivität von rund 11.000 Mitarbeitenden wurde anhand der Anzahl der bearbeiteten Kundenanliegen und der Kundentelefonate gemessen. Im Schnitt war die Produktivität im Homeoffice rund 20 Prozent höher als im Büro. Das heißt: TK-Mitarbeitende bearbeiten zu Hause im Schnitt etwa 20 Prozent mehr Kundenanliegen und führen mehr Kundentelefonate.
"Die Studie zeigt, dass eine ausgewogene Balance zwischen Arbeiten in Präsenz und Homeoffice der Schlüssel zum Erfolg ist. Wir sehen, dass viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für konzentrierte Arbeiten das Homeoffice bevorzugen, fachlicher Austausch und Zusammenarbeit funktionieren aber nach wie vor im persönlichen Kontakt am besten", so Karen Walkenhorst, Mitglied des Vorstands der TK. "Viele Faktoren beeinflussen, wo Mitarbeitende am besten arbeiten können, etwa welche Tätigkeiten oder Themen in den Teams bearbeitet werden, aber auch, wie die Zusammenarbeit in den Teams organisiert ist."
Kipppunkt beim optimalen Homeoffice-Anteil
Der Vergleich der Produktivität unterschiedlicher Dienststellen im Zeitverlauf zeigt, dass es einen Kipppunkt für die optimale Balance zwischen Homeoffice und Präsenz gibt. "Wir konnten sehen, dass die Produktivitätsvorteile durch das Homeoffice nur bis zu einem bestimmten Punkt bestehen", so Dr. Josephine Hofmann vom Fraunhofer IAO. Mit Überschreiten dieses Punkts - in der Studie liegt er im TK-Durchschnitt bei etwa 60 Prozent Homeoffice-Zeit - sinke die Produktivität.
Ursache ist laut der Studie, dass ab dem Kipppunkt zu wenig Zeit gemeinsam in Präsenz verbracht wird und die Zeit für den notwendigen fachlichen und sozialen Austausch fehlt. Damit fehlen dann oft auch Informationen, die für die produktive Arbeit im Homeoffice benötigt werden. Je weniger Mitarbeitende ins Büro kommen, desto mehr verstärkt sich der Effekt. Hofmann weiter: "Die Präsenzzeit ermöglicht wichtige informelle und fachliche Kontakte. Sie sollte gezielt dafür genutzt werden, soziale Erosionsprozesse zwischen räumlich getrennt arbeitenden Teammitgliedern zu verhindern. Wie viel Präsenzzeit optimal ist, hängt vom Unternehmen und seinen Tätigkeitsbereichen ab. Langfristige Studien wie bei der TK liefern Fakten statt Bauchgefühle. Dadurch lassen sich Diskussionen und Maßnahmen in der Produktivitätsdebatte und bei ´Back to Office´ besser steuern."
Homeoffice hilft bei Vereinbarkeit von Beruf und Familie
Die Studienergebnisse zeigen auch, dass die Möglichkeit, im Homeoffice zu arbeiten, einen wesentlichen Beitrag zur Zufriedenheit der Mitarbeitenden leistet. "Die Zufriedenheit der Mitarbeitenden ist für den Unternehmenserfolg essenziell. Und genau dafür ist Homeoffice ein zentraler Baustein. In den Mitarbeiterbefragungen der Studie gaben 93 Prozent an, dass ihnen die Möglichkeit, von zu Hause zu arbeiten, bei der Vereinbarkeit von Beruf und Familie hilft. 81 Prozent der befragten TK-Mitarbeitenden sagten, dass das Homeoffice Stress und Belastung in ihrem Alltag minimiert", so Walkenhorst.
Höhere Produktivität im Homeoffice?
Datei herunterladen (PDF, 3.6 MB)
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Pressekontakt:
Silvia Wirth
silvia.wirth@tk.de
040 - 69 09-18 37
Dies ist ein Ausdruck aus www.krankenkassen-direkt.de
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© 2000-2026 Redaktion kkdirekt; alle Rechte vorbehalten, alle Angaben ohne Gewähr.
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