logo
Kassenärztliche Bundesvereinigung|03.03.2026

PRESSEMITTEILUNG

Arzttermine
KBV-Vorstand warnt vor Streichung von Vergütungsregeln

Berlin (kkdp)·Eine ersatzlose Streichung aller Vergütungsregelungen des Terminservice- und Versorgungsgesetzes (TSVG) fordern Teile der Politik sowie die Krankenkassen. Doch wie sieht das die Bevölkerung? Die findet das gar nicht gut. Im Gegenteil! So ergab eine bundesweite Befragung des Meinungsforschungsinstituts Civey im Auftrag der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) unter 5.000 Bürgerinnen und Bürgern ab 18 Jahren, dass 57 Prozent sich für eine Beibehaltung finanzieller Anreizsysteme sowohl für Haus- als auch Fachärzte aussprachen. Ablehnend äußerten sich 26,3 Prozent der Befragten, 16,7 Prozent waren unentschieden. Gleichzeitig hatten 61,6 Prozent der Befragten sehr (38,3 Prozent) oder zumindest eher große Sorgen (23,3 Prozent), dass es bei einem Wegfall von Anreizsystemen schwerer wird, auch in dringenderen Fällen Facharzttermine zu bekommen. Insbesondere bei Bewohnerinnen und Bewohnern in urbanen Räumen und bei Familien mit Kindern war der Grad der Zustimmung zur Beibehaltung finanzieller Anreizsysteme am größten. Gleichzeitig äußerten diese Gruppen auch die größten Sorgen im Falle eines Wegfalls. Dazu erklären die KBV-Vorstände Dres. Andreas Gassen, Stephan Hofmeister und Sibylle Steiner:

"Die Bürgerinnen und Bürger schätzen die Situation vor Ort aus eigenem Erleben realistisch ein - auf jeden Fall deutlich realistischer als dies bei Funktionären von Krankenkassen und Vertretern von Teilen der Politik der Fall ist. Tagtäglich leisten die niedergelassenen Kolleginnen und Kollegen gemeinsam mit den Praxisteams Enormes, um die Patientinnen und Patienten zu versorgen. In den Praxen finden 97 Prozent der medizinischen Versorgung statt, ein klares Zeichen der ambulanten Leistungsfähigkeit. Die Patientinnen und Patienten sehen und erleben das - und wissen diese Arbeit wertzuschätzen. Politik sollte sich also genau überlegen, ob sie die wenigen Anreize für Praxen, noch mehr Termine zu schaffen, einfach ersatzlos streichen will. Das muss sie dann auch ihren Wählerinnen und Wählern gegenüber vertreten und rechtfertigen."

Pressekontakt:

Kassenärztliche Bundesvereinigung
Roland Stahl, Pressesprecher
Tel.: (0 30) 40 05 - 22 01
Fax: (0 30) 40 05 - 22 90
RStahl@kbv.de

QR-Code: http://www.krankenkassen-direkt.de

Dies ist ein Ausdruck aus www.krankenkassen-direkt.de
Es gelten die Allgemeinen Nutzungsbedingungen.
© 2000-2026 Redaktion kkdirekt; alle Rechte vorbehalten, alle Angaben ohne Gewähr.

Dies ist ein Ausdruck aus www.krankenkassen-direkt.de
Es gelten die Allgemeinen Nutzungsbedingungen.
© 2000-2026 Redaktion kkdirekt; alle Rechte vorbehalten, alle Angaben ohne Gewähr.