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Freitag, 24.02.2017

Themen der GKV

Disease-Management-Programme (DMP)

Disease Management (dt. Krankheitsmanagement) verfolgt das Ziel, die Qualität und Wirtschaftlichkeit in der medizinischen Versorgung zu steigern.

Versorgungsform
Disease-Management-Programme (DMP) gehören zu den "besonderen Versorgungsformen" der Krankenkassen. Ihr Ziel ist es, alle Therapieschritte wie z. B. Prävention, Krankenbehandlung, Rehabilitation und Pflege über eine gezielte Fallsteuerung aufeinander abzustimmen. Dadurch sollen notwendige Abstimmungsprozesse mit Pflegediensten, Krankenhäusern und Rehabilitationseinrichtungen unter Einbeziehung sozialer Dienste und nicht-ärztlicher Heilberufe zeitnah erfolgen. Weiterhin soll der Patient stärker als bisher über seine Erkrankung informiert und im Umgang mit dieser geschult werden.

Zielgruppe
Auswahlkriterien für die Krankheitsbilder sind zumeist die Häufigkeit der Erkrankung innerhalb der Bevölkerung sowie die damit verbundenen hohen Kosten und die Möglichkeit vermeidbarer Komplikationen durch rechtzeitige Prävention und Behandlung. Darunter fallen insbesondere die Krankheitsbilder Diabetes, Brustkrebs, Asthma und chronische Herzinsuffizienz. Zur Teilnahme an einem DMP können sich Versicherte in dieses über ihre Krankenkasse einschreiben.

Qualitätssicherung
DMP werden vom Bundesversicherungsamt (BVA) in Bonn "akkreditiert" (zugelassen). Voraussetzung dazu ist, dass die DMP den Richtlinien des Bundesministeriums für Gesundheit (BMG) entsprechen und über die gesamte Laufzeit wissenschaftlich begleitet und evaluiert (bewertet) werden. Die Akkreditierung wird jeweils auf Zeit ausgesprochen, eine Verlängerung ist dann von den Ergebnissen der Evaluation abhängig.

 

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