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Montag, 20.11.2017

Mitteilung

pronova BKK|08.11.2017

PRESSEMITTEILUNG

Krankenstand in Hannover leicht gesunken

Hannover·Der Krankenstand der Hannoveraner Beschäftigten ist 2016 im Vergleich zum Vorjahr leicht gesunken. Zu diesem Ergebnis kommt eine Analyse der pronova BKK, die die Daten ihrer Hannoveraner Mitglieder ausgewertet hat.

Durchschnittlich rund 14 Tage haben sich die Hannoveraner Beschäftigten 2016 krank gemeldet. Das entspricht einem Krankenstand von 4,2 %. Im Vergleich zum Vorjahr ist dieser leicht gesunken (2015: 4,4 %). Pro Krankheitsfall dauerte die Arbeitsunfähigkeit im Durchschnitt 12,4 Tage.

Viele Krankschreibungen bei Atemwegserkrankungen

Am häufigsten blieben die Hannoveraner wegen Erkrankungen der Atemwege (28,1 %), Muskel-Skelett-Erkrankungen (18 %) und Krankheiten des Verdauungstraktes (9,9 %) der Arbeit fern.

Langwierig oder nicht?

Verdauungserkrankungen sind in der Regel unkompliziert, seltener chronisch und daher schnell vorbei. Bei der Dauer der Arbeitsunfähigkeit unterscheiden sich somit die Krankheitsarten. Viele Krankentage sind bei Muskel-Skelett-Erkrankungen (25,4 %) und bei Erkrankungen der Atemwege zu beobachten (15 %). Auch Erkrankungen der Psyche (14,2 %) sind auffällig: Diese treten zwar verhältnismäßig selten auf (5,8 % der Fälle), verursachen aber lange Fehlzeiten. Insgesamt registrierte die pronova BKK im letzten Jahr bei Hannoveraner Beschäftigen rund 94.000 AU-Tage bei 7.600 AU-Fällen.

Demografischer Wandel

Unsere Gesellschaft wird immer älter. Dies hat Auswirkungen auf die Arbeitswelt: In Hannover ist der Altersdurchschnitt der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die bei der pronova BKK versichert sind, mittlerweile um ein halbes Jahr auf durchschnittlich 41,6 Jahre gestiegen. Wenngleich viele Unternehmen auf den demografischen Wandel reagieren und etwa Altersteilzeit oder Gesundheitsprogramme anbieten, so ist eines offensichtlich: Je älter die Menschen werden, umso häufiger erkranken sie. Dies gilt auch für Hannover. Berufstätige im Alter zwischen 50 und 59 Jahren leiden im Vergleich zu jüngeren Altersgruppen am häufigsten an Krankheiten.

Ältere Menschen sind länger krank

Auffällig ist ebenfalls, dass die Langzeitarbeitsunfähigkeit mit mehr als sechs Wochen bei den 50 bis 59-Jährigen signifikant ansteigt. Zum Vergleich: Während Beschäftigte im Alter zwischen 20 bis 29 Jahren sehr selten länger als sechs Wochen krankgeschrieben sind (2 % bezogen auf die Altersklasse), vervielfältigt sich die Quote bei den Erwerbstätigen im Alter zwischen 50 und 59 Jahren um das Dreifache (6,2 %). Bei den Krankschreibungen von maximal einer Woche ist der Anteil Kurzzeiterkrankter bei den Jüngeren sehr hoch (rund 90 %), bei den Älteren ist er deutlich niedriger (rund 60 %). Ähnliche Werte zeigen sich auch bei den Beschäftigten ab 60 Jahren. In der Altersgruppe sinkt der Anteil Langzeiterkrankter nur leicht - ein Grund dafür könnte sein, dass viele ältere Menschen mit längeren oder schwereren Krankheiten dann schon nicht mehr berufstätig sind.

Grundlagen der Analyse

Basis der Analyse sind Daten aus 2016 von mehr als 6.700 erwerbstätigen Mitgliedern der pronova BKK, die in Hannover wohnen. Familienversicherte wie Ehepartner und Kinder sind nicht berücksichtigt worden, da diese Personen bei einer Erkrankung in der Regel keinen "gelben Schein" von der Arztpraxis erhalten. Bestandteil der Analyse sind Diagnoseschlüssel und Krankheitstage, die auf diesen Krankmeldungen bescheinigt werden.

Pressekontakt:

Annemike Gößmann
Tel: 0214 32296 1403
annemike.goessmann@pronovabkk.de


 

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