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Montag, 11.12.2017

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Zusatzbeitragssatz 2018

"Relative Beitragserhöhung" löst kein Sonderkündigungsrecht für Versicherte aus

15.11.2017·Ab Januar 2018 wird der "durchschnittliche Zusatzbeitragssatz" um 0,1 Punkte gesenkt. Gehen die Kassen diesen Weg nicht mit, erhöhen sie über einen zum Kassendurchschnitt steigenden Finanzbedarf indirekt sogar ihren Zusatzbeitragssatz. Die Informationspflichten der Krankenkassen und Sonderkündigungsrechte der Mitglieder gelten in diesen Fällen jedoch nicht.

Die Ende Oktober vom Bundesgesundheitsministerium (BMG) für 2018 festgelegte Absenkung des "durchschnittlichen Zusatzbeitragssatzes" von 1,1 auf 1,0 Prozent hat keine direkte Auswirkung auf die Beitragssätze der Krankenkassen. Der als Richtwert für die Krankenkassen geltende Satz errechnet sich aus der Differenz der erwarteten Einnahmen und Ausgaben aller Krankenkassen. Grundlage hierfür sind die Prognosen des GKV-Schätzerkreises beim Bundesversicherungsamt (vgl. "Links zum Thema"). Erst mit den Haushaltsplanungen der Krankenkassen werden bis Jahresende die jeweiligen kassenindividuellen Zusatzbeitragssätze festgelegt.

Indirekte "relative" Beitragsanhebung

Eine Besonderheit gilt dabei für die Krankenkassen, die ihren Zusatzbeitragssatz nicht absenken. Nach der Prognose des GKV-Schätzerkreises benötigen die Krankenkassen in Summe ab 2018 einen geringeren Zusatzbeitragssatz als noch 2017, um kostendeckend arbeiten zu können. In Relation zum Kassendurchschnitt wirkt ein unveränderter individueller Zusatzbeitragssatz also wie eine Beitragsanhebung. Die Versichertenrechte, die auf genau diese Markttransparenz setzen, greifen hier jedoch nicht.

Keine Informationspflicht der Krankenkassen

Krankenkassen müssen ihre Versicherten bei der erstmaligen Erhebung und bei Erhöhungen des Zusatzbeitrags über das Sonderkündigungsrecht sowie über die Beitragssätze der Wettbewerber informieren (vgl. "Links zum Thema"). Hierzu sind sie kraft Gesetz verpflichtet. Ändert sich jedoch der Finanzbedarf der Krankenkassen dahin gehend, dass Spielraum für Beitragssenkungen bestünde, greift keine Informationspflicht für diejenigen Kassen, die am bisherigen Beitragssatz festhalten und damit im Verhältnis zum Wettbewerb teurer werden.

Transparenz erhalten - Beitragssatzvergleich

Wie eine Krankenkasse mit ihrem Beitragssatz im wettbewerblichen Umfeld dasteht, kann jeweils dem Beitragsvergleich von krankenkassen-direkt.de (vgl. Box) entnommen werden. Auch eine mögliche Beitragsersparnis bei Kassenwechsel wird interaktiv anhand des Entgelts errechnet. Wer zeitnah über Beitragsanpassungen der Kassen informiert werden möchte, kann zudem den kostenfreien GKV-Newsletter bestellen, der einmal pro Woche per E-Mail erscheint.

 

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