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Montag, 22.01.2018

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Flexirente und Gleitzone

Hinzuverdienste stellen neue Anforderungen an Beitragsrechner

10.01.2018·Für Arbeitnehmer im Rentenalter haben sich durch das sogenannte Flexirentengesetz zahlreiche Änderungen ergeben. Im Zuge höherer Hinzuverdienstgrenzen zur Rente ist die Berechnung von Beiträgen aus Entgelten innerhalb der Gleitzone bis 850 Euro für viele in den Fokus gerückt. Auch Regelungen zur Versicherungspflicht wurden geändert.

Mit dem "Gesetz zur Flexibilisierung des Rentenübergangs und zur Stärkung von Prävention und Rehabilitation" (Flexirentengesetz) haben sich die Rahmenbedingungen für "beschäftigte" Rentner deutlich geändert - teils rückwirkend ab 2017. Ein Kernpunkt ist dabei die Abkehr von der zuvor geltenden pauschalen Rentenversicherungsfreiheit für Bezieher von Altersvollrenten. Bezieher von Teilrenten bleiben dagegen in vollem Umfang rentenversicherungspflichtig.

"Aktivierung" des Arbeitgeberbeitrags möglich

Bezieher von Altersvollrenten sind nach dem Flexirentengesetz solange rentenversicherungspflichtig, bis sie ihre individuelle Regelaltersgrenze (vgl. Infobox) erreichen. Die dann eintretende Versicherungsfreiheit führt dazu, dass für diese Beschäftigten nur noch der Arbeitgeberanteil am Rentenversicherungsbeitrag abgeführt wird. Dieser wirkt allerdings nicht rentensteigernd. Der Arbeitnehmer kann jedoch per Erklärung und für die Dauer des Beschäftigungsverhältnisses gegenüber seinem Arbeitgeber auf die Versicherungsfreiheit verzichten und damit erneut versicherungspflichtig werden. In Folge erhöhen Arbeitnehmer- und Arbeitgeberanteile am Beitrag die Rentenansprüche. Die Verzichtserklärung des Arbeitnehmers "aktiviert" damit de facto die Arbeitgeberanteile.
Hinzuverdienstgrenzen
Mit dem Flexirentengesetz sind die bisherigen starren Teilrentenstufen und Verdienstgrenzen entfallen. Hierdurch ergeben sich mehr Möglichkeiten für Arbeitnehmer, die ihre Arbeit schon vor Erreichen der Regelaltersgrenze reduzieren und Teilrente beantragen möchten. Zur Teilrente dürfen nun jährlich bis zu 6.300 Euro anrechnungsfrei hinzuverdient werden. Darüber liegende Verdienste werden zu 40 Prozent auf die Rente angerechnet. Gleiches gilt auch für Erwerbsminderungsrenten.
Übergangsregelung für Arbeitslosenversicherung

Arbeitnehmer, die ihre Regelaltersgrenze erreicht haben, sind versicherungs- und beitragsfrei zur Arbeitslosenversicherung. Ihre Arbeitgeber mussten jedoch bisher ihren Beitragsanteil abführen. Mit dem Flexirentengesetz werden sie in diesen Fällen nun ebenfalls beitragsfrei gestellt. Die Übergangsregelung gilt bis Ende 2021.

Gleitzonenrechner berücksichtigt Flexi-Regelungen

Die Neuregelungen des Flexirentengesetzes sind in der aktuellen Version des Gleitzonenrechners unter krankenkassen-direkt.de bereits integriert (vgl. "Links zum Thema"). Die Berechnung ist kostenfrei - das Berechnungsergebnis kann als Druckversion ausgegeben und damit besonders komfortabel zu den Unterlagen genommen werden.

 

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